2. Wernigeröder Krippenweg 2018 –
Krippen auf dem Weg durch die Altstadt entdecken
Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr freuen wir uns sehr, erneut zum Wernigeröder Krippenweg einladen zu können.
Durch die Zusammenarbeit mit den Händlern und Anwohnern kann man in den Fenstern vieler Geschäfte und Häuser in unserer Altstadt ganz unterschiedlich gestaltete Krippen entdecken und innehalten, um die Botschaft des Weihnachtsfestes – nämlich die Geburt von Jesus, dem Sohn Gottes – zu betrachten.
Ein Projekt des Ökumenischen Arbeitskreises der Kirchen der Stadt Wernigerode.

Von links: Dorit Goedecke, Kathrin Elmrich, Renate Hesse, Pfarrerin Kerstin Schenk, Christoph und Gisela Felchow vor dem Geschäft Cape Diem. Im Hintergrund kann man das Plakat zum Krippenweg sehen. Foto: F. Schenk

2. Wernigeröder Krippenweg 2018
wird noch schöner und erlebnisreicher als bei der erfolgreichen Premiere im Vorjahr
Von Redaktion Krippenweg dg
Am 2. Wernigeröder Krippenweg 2018 beteiligen sich 80 Händler und Privatpersonen.
In den Fenstern vieler Geschäfte und Häuser der Altstadt kann man wieder Krippen entdecken und innehalten, um die Botschaft des Weihnachtsfestes – nämlich die Geburt von Jesus, dem Sohn Gottes – zu betrachten. Der Krippenweg wird ab 1. Advent bis Epiphanias (6. Januar) zu sehen sein. Im vergangenen Jahr hatte der Krippenweg seine erfolgreiche Premiere.

In den letzten Wochen hatte das Innenstadtteam, zu dem Gisela Felchow, Renate Hesse, Regina Schmoock und Kathrin Elmrich gehören, viel zu tun, um den 2. Wernigeröder Krippenweg vorzubereiten. Es wurden viele individuelle Absprachen mit den Händlern vor Ort getroffen. Die Erfahrungen von Kathrin Elmrich kommen dem Projekt in besonderer Weise zugute, denn sie ist langjährige Inhaberin des Geschäftes Carpe Diem in der Breiten Straße und beteiligt sich ebenfalls mit einer Krippe in ihrem Schaufenster.

Einer von mehreren von Christoph Felchow gebauten Ställen, mit dem geliehene Krippenfiguren in diesem Jahr eine Herberge fürs Schaufenster bekommen. Foto: F. Schenk

„Um viele verschiedene Krippen ausstellen zu können, sind Einwohner der Stadt dem Krippennotruf in der Presse gefolgt und haben uns ganz unterschiedliche Exemplare gebracht.“, berichtet Gisela Felchow, „Manche Leihgaben bestehen nur aus Figuren ohne Stall.“ Dafür habe ihr Mann, Christoph Felchow, individuelle Holzställe gebaut, die farblich zu den Figuren passen. „In diesem Fall ist es gut, einen Tischlermeister im Haus zu haben.“, erzählt sie weiter.
Damit die Besucher von den Besonderheiten der Krippen erfahren, gibt es zu jeder Krippe einen Aufsteller mit den Angaben zu Material, Herkunft oder Leihgeber. Die nummerierten Krippen findet man auf dem dafür erarbeiteten Stadtplan, der Teil des professionellen Werbekonzeptes ist, das von der Wernigeröder Grafikdesignerin Dorit Goedecke entwickelt wurde, die sich auch mit viel Ehrenamt für das Projekt einsetzt. „Um den Wernigeröder Krippenweg noch übersichtlicher zu gestalten, gibt es in diesem Jahr farbige Etappen, die man einzeln gehen kann.“, erzählt Dorit Goedecke. „Die Hauptmeile reicht von Rimkertor bis Westerntor – kleine Etappen führen in die schönen Nebenstraßen der Altstadt. Die Angaben zu Fußwegzeiten sind für Touristen eine Orientierung, aber auch für Familien mit kleineren Kindern und für ältere Menschen.“ Die teilnehmenden Händler und Privatpersonen erkennt man an den markanten Krippenwegsplakaten, die an den Fenstern zu sehen sind.

Neu ist in diesem Jahr auch der Hasseröder Pilgerweg, der über idyllische Nebenstrecken und den Ortsteil Hasserode führt – vorbei an vier verschiedenen Kirchen. Hier kann man Außenkrippen entdecken. Initiatorin dieses Outdoor-Pilgerwegs ist Kerstin Schenk, Pfarrerin der Christuskirche Hasserode/Schierke. Der Weg startet am Caroline-König-Stift in der Sägemühlengasse, führt über die St. Marienkirche zur Kita und zum Gemeindehaus der Christuskirche in Hasserode. Danach zur neuen Tagespflegestätte des Guten Hirten und durch die Pfälzergasse und Lüttgenfeldstraße erreicht man die Krippe der Neuapostolische Kirche. Weiter führt der Pilgerweg zur St. Georgiikapelle in der Ilsenburger Straße. Dort steht eine Krippe, die ein syrischer Künstler gestaltet hat. Entlang des Weges findet man Kinderbilder zur Weihnachtsgeschichte. So ist der gesamte Weg für Große und Kleine attraktiv. Es gibt eine Menge zu entdecken!

Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle allen Initiatoren und Mitwirkenden für ihre kreative Mitarbeit.

In Kooperation mit Erdmute Clemens, Geschäftsführerin der Wernigerode Tourismus GmbH, wurde das Konzept des Wernigeröder Krippenweges verbessert. So werden die Krippen in diesem Jahr bis 22.00 Uhr beleuchtet sein, um den Besuchern ein ungetrübtes Erlebnis zu ermöglichen. Auch gibt es an jedem Adventswochenende Themenführungen zum Krippenweg.
Die Kirchen der Stadt laden wieder zu „Aufatmen im Advent“ ein. An jedem Freitag um 18 Uhr gibt es die traditionelle Andacht an der Krippe vor dem Rathaus.

Für Kindergärten und Schulen gibt es in diesem Jahr spezielle Angebote. Ansprechpartnerin ist Gisela Felchow, die unter der Telefonnummer 03943 605217 zu erreichen ist.

Von Liebe zum Detail beeindruckt
Pilgerpfad durch Hasserode erweist sich als gelungene Ergänzung für Wernigeröder Krippenweg
Der Wernigeröder Krippenweg zur Adventszeit ist eine Erfolgsgeschichte. Neu ist in diesem Jahr die Ergänzung von Krippen, die im Freien auf dem Pilgerweg durch Hasserode zu sehen sind.
Von Regina Urbat
Wernigerode l Kerstin Schenk ist von der Liebe zum Detail begeistert. Die Pfarrerin der Christusgemeinde brauchte nicht viel Überzeugungsarbeit, als es um die Erweiterung des Krippenweges auf einem Pilgerpfad durch Hasserode ging. „Wir haben sofort zugesagt“, erinnert sich Stefan Jokel von der Neuapostolischen Kirche. Alle seien stolz auf die Weihnachtskrippe im Vorgarten der Kirche in der Lüttgenfeldstraße. Zahlreiche Passanten würden stehen bleiben und sie bestaunen.
Als Mitarbeit im Ökumenischen Arbeitskreis und Beteiligung am Krippenweg beschlossen waren, brauchte es für die Umsetzung tatkräftiger Unterstützung und handwerklichen Geschicks. Ohne Zögern fanden sich Jenifer Welke und Dominik Pfort bereit, planten und tüftelten, um schließlich ihre Wohnung in eine Werkstatt zu verwandeln und eine Weihnachtskrippe mit zahlreichen Figuren und angedeutetem Stallgebäude entstehen zu lassen. „Das Ergebnis ist sehenswert und verdient Anerkennung“, sagt Dorit Goedecke.

Die Krippe im Vorgarten der Neuapostolischen Kirche ist von Jenifer Welke und Dominik Pfort gebaut worden, Stefan Jokel (von links) hat für die Beleuchtung gesorgt. Pfarrerin Kerstin Schenk und Dorit Goedecke (von rechts) sind von der Umsetzung ihrer Idee begeistert. Foto: Urbat

Sie hatte die Idee für die Außenkrippen und gehörte bereits im Vorjahr zu den Initiatoren, die in Kooperation mit der Wernigerode Tourismus GmbH das Projekt „Wernigeröder Krippenweg“ aus der Taufe hoben. So sind in diesem Jahr 80 Krippen in Schaufenstern der Stadt und sieben auf dem Hasseröder Pilgerweg zu sehen. Erzählt werde nicht nur die Geschichte der Geburt Jesu in Bethlehem – „viele der ausgestellten Krippen haben ihre ganz eigene Geschichte wie die vor der St. Georgii-Kapelle“, sagt Dorit Goedecke.

Foto: F. Schenk

Bei ihrer Sucher nach Mitwirkenden sei sie auf die geräumige Wiese vor der Kapelle in der Ilsenburger Straße und den alten Baumbestand gestoßen. „Da hatte ich direkt überlebensgroße Figuren vor Augen, die man gut von der Straße aus sehen kann“, berichtet die Wernigeröderin. Kreative Gestalter standen ihr sofort zur Seite. Andreas Sauer, Mitglied der Evangelisch-Kirchlichen Gemeinschaft, besorgte Holz und baute den Stall. „Als Gestalter der großen Figuren zur Krippengeschichte kamen für mich die beiden syrischen Künstler infrage, deren Bilder zurzeit im dortigen Gemeindehaus zu sehen sind“, sagt Dorit Goedecke, die selbst Designerin ist. „Die Bilder der kleinen Ausstellung erzählen von Situationen während der Flucht, von Menschen, die keine Herberge haben – ähnlich wie es damals Maria und Joseph in Bethlehem erging.“ Mehrere Gespräche mit den Syrern Darin und Kawa und der Austausch von Bildmaterial folgte.
Während Kawa vom Beruf Maler und ein leidenschaftlicher Hobbykünstler ist, hat Darin Kunst studiert und möchte als Künstlerin sowie Zeichenlehrin arbeiten. Mit ihren Werken seien beide zufrieden. „Es hat uns Freude bereitet“, sagt Kawa. „Abends, wenn die Krippe beleuchtet ist, kommen die beeindruckend schön gemalten Ölbilder richtig zur Geltung“, sagt Kerstin Schenk.
Am Hasseröder Pilgerweg beteiligen sich auch der „Gute Hirte“, die Christuskirche , St. Marienkirche und das Caroline-König-Stift. Wer den Weg geht, findet unterwegs Kinderzeichnungen zur Krippengeschichte. „Auch das ist beeindruckend und zeigt, der Weg ist ausbaufähig“, so die Pfarrerin.
Video der Wernigerode Tourismus GmbH
zum 1. Wernigeröder Krippenweg 2017:

Das diesjährige und neue Konzept für den Wernigeröder Krippenweg:
Aus dem traditionsreichen Titel "Aufatmen im Advent" wird "Wernigeröder Krippenweg".
Viele Händler und Privatleute präsentieren wieder Krippen in ihren Schaufenstern.
Der meditative Weg lädt zum Schauen und innehalten ein. Neben den Etappen in der Innestadt kann man in diesem Jahr auch bis nach Hasserode pilgern, um dort Außenkrippen zu entdecken.

Foto: Christoph Felchow

Krippe vor dem Rathaus
Seit 2011 ist die Krippe ein weiterer Ort weihnachtlicher Botschaft und Besinnung – gefertigt vom Wernigeröder Tischlermeister und Restaurator Christoph Felchow.

Foto: fotolia/ipopb

Aufatmen im Advent –
Andachten, Lieder und Impulse
Seit 11 Jahren sind unsere Aktionen "Aufatmen im Advent" fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Lebens in der Bunten Stadt Wernigerode. Sie sind gedacht als Orte der Ruhe – eben ein „Aufatmen“ in der hektischen Zeit vor dem großen Fest. Mit Adventsliedern und kurzen biblischen Impulsen gestalten wir sie an der Krippe vor dem Rathaus.

Foto: Manuel von Grzymala

NEU: Hasseröder Pilgerweg
mit Krippen unter freiem Himmel
Ein weihnachtlicher Pilgerweg führt über idyllische Nebenstrecken in den Ortsteil Hasserode und auf der anderen Talseite wieder hinab – vorüber an vier unterschiedlichen Kirchen.
Sägemühlengasse (stadtauswärts) – parallel zur Bahnstrecke am Stillen Wasser – über Kirchstraße – Lutherstraße – Fußgängerüberweg – 100 m Friedrichstraße (stadtauswärts) – rechts über Insel (ab hier stadteinwärts) – Pfältzergasse – Lüttgenfeldstraße – Mönchstieg – Am Auerhahn – Ilsenburger Straße.

Der Wernigeröder Krippenweg ist ein Projekt des Ökumenischen Arbeitskreises der Kirchen (ÖAK) der Stadt Wernigerode in Kooperation mit der Wernigerode Tourismus GmbH
ÖAK-Ansprechpartner: Gisela Felchow, christophfelchow@t-online.de
Konzept/Gestaltung/Koordination: © Dorit Goedecke, grafik@design-goedecke.de
Back to Top